Kinderhospizarbeit

Kinderhospizarbeit


In Deutschland leben ca. 22.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die unheilbar und lebensverkürzend erkrankt sind. Allein in Bayern sind es ca. 2.700 Betroffene. Es gibt in ganz Deutschland  ambulante und stationäre Kinderhospizangebote.  Von einer stetig wachsenden Anzahl an ambulanten Kinderhospizdiensten und einem stationären Kinderhospiz im Allgäu können  Familien in Bayern begleitet, beraten und unterstützt werden.

Das Ziel der Kinderhospizarbeit ist, die Lebensqualität der betroffenen Familien zu verbessern. Dieses Angebot kann ab der Diagnose, während des gesamten Krankheitsverlaufes, in der Zeit des Sterbens und über den Tod hinaus in Anspruch genommen werden.

Zum  ambulanten Kinderhospizdienst gehören Koordinatoren und ehrenamtliche Begleiter. Die Betreuung  der Kinder und Jugendlichen findet dort statt, wo die Kinder zu Hause sind. Das umfasst die Wohnorte der Kinder, Heime oder auch Kliniken, in denen sich die Kinder zeitweise aufhalten.

Als Ergänzung dazu gibt es die stationären Kinderhospize, die  Orte der Erholung sind.  Dort kann die gesamte Familie bis zu 4 Wochen im Jahr Urlaub und Pause von einem anstrengenden 24-Stunden-Alltag machen. Die Betreuung der erkrankten Kinder/Jugendlichen kann von einem erfahrenen Team umfassend übernommen werden. Vielfältige Angebote für Patienten, Geschwister und Eltern tragen dazu bei, dass sich die Familie erholen kann.

Die Angebote der Kinderhospizarbeit umfassen:

  • Kontinuierliche und zuverlässige Begleitung durch Ehrenamtliche,
  • Beratung und Unterstützung durch Koordinatoren zu Fragen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung stehen,
  • Vernetzung und Vermittlung zu Kooperationspartnern und Fachstellen,
  • Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen,
  • Finanzielle Unterstützung durch Spenden,
  • Angebote für Geschwisterkinder,
  • Erfüllung von Herzenswünschen,

Im Fokus der Kinderhospizarbeit stehen die individuellen Bedürfnisse der Familien mit unheilbar und lebensverkürzend erkranktem Kind/Jugendlichen, die geprägt sind von der Sorge um die Lebensqualität und die Pflege ihrer Kinder. Eine wichtige Voraussetzung dabei ist es, die Eltern als Spezialisten für die Bedürfnisse ihrer Kinder anzuerkennen.

Es ist uns ein großes Anliegen, uns für die Unantastbarkeit und Achtung der Würde von kranken Kindern einzusetzen. Gleichzeitig müssen wir Berührungsängste denjenigen Familien gegenüber abbauen, die von dem Schicksal betroffen sind, mit einem unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kind zu leben.

Unser Ziel ist es, die Menschen in unserer Gesellschaft zu einem offenen Umgang mit dem Thema „Sterben und Tod“ zu bewegen.

Der Dialog mit betroffenen Familien, mit  Kinderhospizdiensten und der Öffentlichkeit in Bayern ist uns wichtig, um unsere Angebote ständig weiter entwickeln zu können.

Der Hospizverein Erlangen lädt Sie recht herzlich zum 3. Bayerischen Kinderhospizforum, unter dem Thema „Wir haben krank! Das Familiensystem in der Kinderhospizarbeit“ ein.

Wir möchten an diesem Tag eine Plattform zum intensiven Austausch unter Ehrenamtlichen und Koordinatoren zum Thema Kinderhospizarbeit anbieten und  freuen uns über Ihr Interesse daran und eine zahlreiche Teilnahme.


Veranstaltungen

  • 5. Bayerisches Kinderhospizforum: Meine Wahrheit – Deine Wahrheit
    Freitag,01.10.2021 von 9.30 bis 16.30Uhr Akademie für Hospizarbeit und Palliativmedizin Nürnberg (Flyer).

Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Bayern.

  • Information zur Ausgangslage, Versorgung, Aus-, Fort- und Weiterbildung. Erstellt in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Palliativmedizin in Bayern (herunterladen).
  • Powerpointpräsentation zur 1. Konferenz zur Kinderhospizarbeit in Bayern , Nürnberg, 20. Februar 2008 (herunterladen).

Kinderpalliativmedizin und stationäre Kinderhospize in Bayern

  • Das Kinderhospiz St. Nicolaus in Bad Grönenbach.
  • AKM Ambulantes Kinderhospiz München .
  • JoMa-Projekt e.V. Weßling bei München
  • Malteser Kinderhospizarbeit.

1.Konferenz zur Kinderhospizarbeit in Bayern Nürnberg, 20. Februar 2008
Die Vorträge der Veranstaltung und Informationsmaterial des Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit zum Download: