Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar „Wir wollen Berührungsängste abbauen“

„Es ist uns ein großes Anliegen, uns für die Unantastbarkeit und Achtung der Würde von kranken Kindern und Jugendlichen einzusetzen.“ Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbands (BHPV). Quelle: BHPV

Landshut, den 7. Februar 2019 – Der Bayerische Hospiz- und Palliativverband BHPV weist anlässlich des Tages der Kinderhospizarbeit am 10. Februar auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien hin. Während Erwachsene nach einem mehr oder weniger erfüllten Leben in der letzten Lebensphase durch die Hospizbewegung begleitet werden, steht in der Kinderhospizbegleitung der „Tod am Anfang des Lebens“ im Mittelpunkt der Arbeit. Der Tag der Kinderhospizarbeit wurde im Jahr 2006 eingerichtet.

Text als WORD-Datei: PI_BHPV_Tag_der_Kinderhospizarbeit_2019

In Bayern leben rund 2.700 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die unheilbar und lebensverkürzend erkrankt sind. Deutschlandweit sind es etwa 22.500 Betroffene, die inzwischen zahlreiche ambulante und stationäre Kinderhospizangebote in Anspruch nehmen können. Die Aufenthalte in einem stationären Kinderhospiz sind in der Regel zeitlich begrenzt und wiederkehrend, da von der Diagnose bis zum Tod oftmals viele Jahre vergehen. In der Regel werden stationäre Angebote vier Wochen im Jahr von Familien genutzt.

Im ambulanten Bereich findet die Begleitung durch Kinderhospizdienste mit speziell ausgebildeten ehrenamtlichen BegleiterInnen nahezu ganzjährig statt. In Bayern können Kinder, Jugendliche und Familien dabei von einer stetig wachsenden Anzahl an ambulanten Kinderhospizdiensten und einem stationären Kinderhospiz im Allgäu begleitet, beraten und unterstützt werden.

Ziel der Kinderhospizarbeit ist, die Lebensqualität der betroffenen Familien zu verbessern. Dieses Angebot kann ab der Diagnose, während des gesamten Krankheitsverlaufes, in der Zeit des Sterbens und über den Tod hinaus in Anspruch genommen werden. „Es ist uns ein großes Anliegen, uns für die Unantastbarkeit und Achtung der Würde von kranken Kindern und Jugendlichen einzusetzen. Gleichzeitig möchten wir Berührungsängste abbauen und Mut machen, die Unterstützungsangebote anzunehmen“, erklärt Dr. Erich Rösch, Geschäftsführer des BHPV.

 

Hintergrund: Bayerischer Hospiz- und Palliativverband (BHPV)

Der Bayerische Hospiz- und Palliativverband (BHPV) ist die Landesvertretung der Hospiz- und Palliativarbeit in Bayern und wurde im Jahr 1991 als Landesverband der bayerischen Hospiz- und Palliativeinrichtungen gegründet. Er informiert und unterstützt seine Mitglieder, sichert den Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern und bietet organisatorische und inhaltliche Hilfestellungen an. Dazu gehören vor allem die Information der Mitglieder beim Aufbau und Betrieb ambulanter und stationärer Dienste, bei allgemeinen Verhandlungen über Entgelte für stationäre und ambulante Hospiz- und Palliativarbeit und sonstige Unterstützungsleistungen für Mitglieder. Zudem wirkt der BHPV als Interessenvertretung gegenüber Gesellschaft, Politik und Kostenträgern.

 

Pressekontakt:

Bayerischer Hospiz – und Palliativverband (BHPV)

Dr. Erich Rösch

Geschäftsführer

Innere Regensburger Straße 13

84034 Landshut

Tel: 0871-9750730

Fax:0871-9750742

mail: roesch@bhpv.de

www.bhpv.de

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